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Feuer-Notstand in Australien - "gefährlichste Buschfeuerwoche" in der Geschichte des Landes

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Beschreibung

Australische Bundesstaaten rufen Notstand aus. Die meisten Brände an der Ostküste Australiens sind außer Kontrolle geraten. Die Behörden warnen vor der "gefährlichsten Buschfeuerwoche" in der Geschichte des Landes.
Wegen der Buschbrände haben der Bundesstaat New South Wales sowie Teile des Bundesstaates Queensland einen einwöchigen Notstand ausgerufen.
"Durch die katastrophalen Wetterbedingungen können sich die Dinge sehr schnell verändern", sagte Gladys Berejiklian, die Regierungschefin des bevölkerungsreichsten Bundesstaates New South Wales.
"Halten Sie sich um Gottes Willen vom Buschland fern", warnte sie die Menschen in der Region.
Eine Notstandserklärung ermöglicht es der Feuerwehr, alle staatlichen Ressourcen zu mobilisieren und Evakuierungen zu organisieren. Insbesondere am Dienstag soll es sehr heiß werden und die Feuergefahr entsprechend hoch sein.
Die Behörden rechnen mit heftigen Winden. Mehr als 350 Schulen sollen am Dienstag geschlossen bleiben. In großen Gebieten wurde offenes Feuer untersagt.
Die Armee wurde angewiesen, logistische Unterstützung bei der Brandbekämpfung zu leisten.
"Leben und Häuser werden in Gefahr sein"
"Morgen geht es darum, Leben zu schützen, Eigentum zu schützen und sicherzustellen, dass alle so sicher wie möglich sind", betonte Regierungschefin Berejiklian bei der Ausrufung des siebentägigen Notstands.
Shane Fitzsimmons von der Feuerwehr in New South Wales nannte die Bedingungen in den Brandgebieten "katastrophal".
Nichts sei so gebaut und gestaltet, dass es standhalten könne.
Der Feuerwehr zufolge sind 40 der 60 Brände in der Region außer Kontrolle geraten.
Für die Anwohner der Brandgebiete könne dies "die gefährlichste Buschfeuerwoche sein, die dieses Land je gesehen hat", sagte der Minister für die Rettungsdienste in New South Wales, David Elliott.
Seit vergangener Woche wurden bei den Buschbränden im Osten des Landes mindestens drei Menschen getötet und 100 weitere verletzt, darunter 20 Feuerwehrleute.
Mehr als 150 Häuser und Wohnungen wurden von den Flammen beschädigt.
Offiziellen Angaben zufolge ist bislang eine Fläche von knapp einer Million Hektar Land betroffen, also 10.000 Quadratkilometern – eine Fläche so groß wie die Länder Jamaika oder Kosovo.
Inzwischen gilt auch eine Warnung für den Großraum Sydney, das Weinanbaugebiet Hunter Valley rund 250 Kilometer nördlich und die Region Illawarra-Shoalhaven 200 Kilometer südlich der Metropole.
"Leben und Häuser werden in Gefahr sein", heißt es in der Mitteilung.
Vizepremier kritisiert Grüne und Umweltaktivisten
Wegen der akuten Brandgefahr fällten Einsatzkräfte in der Stadt Rainbow Flat nördlich von Sydney am Montag Bäume und richteten Routen ein, um vom Feuer bedrohtes Vieh in Sicherheit zu bringen.
Im ebenfalls nördlich von Sydney gelegenen Küstenort Old Bar brannte die Feuerwehr einige Gebiete gezielt ab, um die Gefahr unkontrollierter Brände zu verringern.
Auch Löschhubschrauber kamen vorsorglich zum Einsatz.
Abgesehen von der akuten Brandgefahr geben auch die durch die Brände entstehenden giftigen Rauchwolken Anlass zur Sorge.
Paul Read von der australischen Monash University sagte, Beeinträchtigungen der Luftqualität, die nicht nur anfälligen, sondern auch kerngesunden Menschen zu schaffen machten, seien bereits an einigen Orten Australiens gemessen worden, darunter in Sydney.

Der australischen Regierung von Premierminister Scott Morrison wird angesichts der heftigen Brände vorgeworfen, die Gefahren des Klimawandels nicht ernst genug zu nehmen.
Vize-Premierminister Michael McCormack wandte sich in drastischen Worten gegen diese Debatte.
Das "Gemecker von ein paar reinen, erleuchteten und erweckten Großstadt-Ökos" sei unangebracht "in einer Zeit, in der Menschen versuchen, ihre Häuser zu retten", sagte der Vorsitzende der National Party, die insbesondere bei der Landbevölkerung populär ist.
"Wir haben in Australien schon immer Brände gehabt."
Quelle:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-11/new-south-wales-australien-buschfeuer-notstand

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