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Marija Butina kehrt nach 18 Monaten in US-Haft nach Russland zurück

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Am Samstag ist auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo ein Flugzeug mit Marija Butina an Bord gelandet. Russlands Außenministerium, das sich aktiv für ihre Freilassung eingesetzt hatte, hieß die in den USA zu 18 Monaten Gefängnis verurteilte Russin zu Hause willkommen.
Im Juli 2018 hatte ein US-Gericht die russische Bürgerin Marija Butina wegen illegaler Agententätigkeit zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Prozess verlief vor dem Hintergrund der Anschuldigungen gegen Russland, die Präsidentschaftswahl in den USA beeinflusst zu haben. Moskau hielt den Prozess gegen Butina, die im Jahr 2016 mit einem Studentenvisum in die USA gekommen war und sich aktiv in der US-Waffenlobby National Rifle Association (NRA) engagierte, für politisch motiviert. Das russische Außenministerium forderte ihre Freilassung und ersetzte als Zeichen der Solidarität alle Profilbilder in sozialen Netzwerken durch ein Foto der inhaftierten jungen Frau.

"Um nicht verrückt zu werden, braucht man einen wirklich strikten Stundenplan. Jede Stunde muss mit etwas ausgefüllt sein. Wenn man lockerlässt und sich Grübeleien erlaubt, beginnt das Gehirn, einen emotionell aufzureizen: Was wäre, wenn? Das half mir, bei Verstand zu bleiben", erklärte die Russin.

Während der Haft studierte Butina Kunstbücher und russische Klassiker. Im Gefängnis arbeitete sie außerdem als Mathelehrerin und Geschirrwäscherin. Mit dem Unterricht verdiente sie 17 US-Dollar pro Monat, während die Arbeit in der Küche ihr fast 29 US-Dollar pro Monat einbrachte. Sie führte Tagebuch und füllte mit ihren Erfahrungen mehr als 1.000 Seiten.

Das russische Außenministerium hieß die junge Frau, die 467 Tage im US-Gefängnis verbracht hatte, herzlich zu Hause willkommen und änderte das Profilbild auf Twitter und Facebook wieder zurück zum russischen Wappentier.

Im Moskauer Flughafen Scheremetjewo wurde Marija Butina von ihrem Vater Waleri Butin und der Sprecherin des russischen Außenministeriums Marija Sacharowa empfangen. Die nun freie Russin bedankte sich bei allen Mitbürgern, die sie mit Wort und Tat unterstützt hatten. Sie sei sehr froh, wieder in der Heimat zu sein. "Russen geben nie auf", resümierte sie.
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